Cléder-Sibiril 26.7.2019

Frühstück mit selbst gemachten Marmeladen und Brot, auch süßem Gebäck. Sigi hat das Ladekabel des Mobil-Telefons im letzten Hotel vergessen. Zurückfahren kommt nicht infrage.

Der Tabakladen hat erstaunlicherweise Ersatz. Das wird gekauft.

Vom Himmel fallen erst Tropfen, dann dichter Regen. Der Wind weht. Es ist fast 20 Grad kühler als gestern. Wir fahren los zu unserem Quartier im Süden des Nachbarortes. Hier wollen wir, auch wegen Wäsche waschen 2 Nächte bleiben. Folgen zunächst der D 10. Zwischendurch regnet es so stark, dass wir uns in die Gerätehalle eines Bauernhofes retten und warten. Nach 20 Minuten geht es weiter. Heute riecht die Bretagne hier in der Gegend intensiv nach Kuhmist. Ein Bauer hat Unmengen gestreut.

Wir verfahren uns etwas, finden aber mit Befragen der Zufälligen, die unsere Wege kreuzen, das Quartier. Das Gepäck wird abgeladen – und wir fahren ans Meer. Es ist zwar frisch, aber Birgit träumt vom Bad im Atlantik.

Unterwegs passieren wir ein beeindruckendes Schloss. Das „Château de Kerouzéré“ ist das einzige, noch aus dem Mittelalter stammende Schloss der Bretagne, es ist vollständig aus Granit erbaut. Es stammt aus der ersten Hälfte des 15. JH. Seit Anfang des 19. JH steht es unter Denkmalschutz. Wegen der Nähe zur Küste und der Sichtbarkeit vom Meer her würde es mehrfach, insbesondere von Engländern angegriffen. Das führte zur Erlaubnis zum Bau von Wehrtürmen mit über 7,3 Meter Durchmesser. Heute noch kann man über die Türme auf einen Wehrgang oben kommen und wird mit der Aussicht belohnt. Engländer wurden nicht gesichtet. Ein etwas verwilderter Schlosspark und Stallungen umgeben das Haus. Jemand betreibt Landwirtschaft. Bretonische Pferde grasen.

Weiter nach Moguériec, im Hafen Ein lokal. Wir essen Meeresgetier . Eine Meereskrabbe sorgt für längeres Essen. Es wird vielerlei Werkzeug gereicht, um mit den Herausforderungen fertig zu werden . Das Fleisch, es ist insgesamt nicht viel, belohnt für die Mühe.

Am Meer ist Flut. Das Wasser hat 16 Grad, Wellen bis 2 Meter. Die Surfer beklagen sich darüber, dass im Winter die Wellen viel höher seien. Wir sind trotzdem beeindruckt. Sitzen und lauschen dem Wellenspiel, beobachten die Surfer und freuen uns mit Ihnen, wenn sie es schaffen länger auf ihren Brettern stehen zu bleiben. Irgendwann entscheidet sich Birgit den Kontakt zu wagen – und schafft es die Oberschenkel nass zu kriegen. Derweil hüpfen abgehärtete Frauen, Männer und Kinder durch das Wasser.

Der Regen und der Wind haben den dominanten Geruch vertrieben. Es ist ein schönes Haus mit alten Möbeln und Sicht auf Hügel und Felder. Abendessen im Quartier. Der Himmel ist nun freundlich, wir essen eine kalte Mahlzeit mit Brot, Wurst, Käse, Sardinen und Tomate. Köstlich

Heute 25 km

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