St. Malo nach Vivier sur mer 19.7.2019

Früh verlassen wir das Quartier, der Himmel grau, viel Wind, dieser aber warm. St. Malo haben wir uns nicht näher angeschaut, ein Touristenort ohne Farben, die Attraktion des Ortes ist die alte gut befestigte Korsarenfestung im Meer vor dem Ort gelegen, Intra muros genannt. Korsaren kaperten im Unterschied zu Piraten Handelsschiffe mit einer an Bord mitgeführten Lizenz des jeweiligen Souverän. Das erbeutete Gut wurde aufgeteilt, ein grosser Teil ging an die Krone. Wir fahren auf der D 201 entlang der Küste in Richtung Cancale. Wunderbare Einblicke auf Meeresbuchten mit grossen Sandstraenden, außerhalb der berühmten Badeorte eher leer. Die Bretagne ist nach der Cote d’Azur zur beliebtesten Ferien Region Frankreichs geworden. Die Strasse steigt kontinuierlich an, bis wir die Landzunge La Varde, von dort führt die 201 in Richtung Pointe du Groin. Rasante Abfahrt nach Cancale, in der Bucht vor der berühmten Klosteranlage Mont St. Michel gelegen.

In Cancale empfängt uns die gotische kleine Kathedrale mit nur einem Turm, aus dem landesueblichen dunklen Granit gebaut, das erinnert an dunkle anglikanische Zeiten. Auch die Bretagne hat durch die strategisch wichtige Lage am Meer wechselvolle Zeiten erlebt, bereits 5000 vor Christus gab es menschliche Siedlungen. Nach den Kelten kamen 56 nach Christus die Römer, später stritten sich Engländer und Franzosen um die Bretagne. Die Bretonen kämpften jeweils um die Autonomie, 200 Jahre hatten sie ei. Eigenes Königreich. Im zweiten Weltkrieg kollaborierten die rechten Nationalisten der Bretagne mit den deutschen Besatzern. Heute ist die Bretagne durch Ackerbau und vor allem Tourismus reich geworden. Wir erreichen Le Vivier – sur- Mer und genießen die ersten Austern, köstlich. Hier liegt auch unser Quartier, das Hotel Le Bretagne. Dort essen wir abends mit Blick auf das anrollende Meer, die Flut drängt in die Bucht, wir beobachten das Schauspiel über zwei Stunden.

37 km an der Küste mit starkem Wind und hügelig

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