Der 19.Tag: Delta Di Po

107 km , 410 Hoehenmeter,  22, 5 kmh Durchschnitt

Der heutige Tag wird zur Erkundung des Delta di  Po erkoren. Die lokalen Karten des Fremdenverkehrsbuero erscheinen uns ausreichend, das Wetter gut. Aus Gespraechen in Deutschland wurde uns der Po di Goro, der westlichste  Nebenarm des Po besonders ans Herz gelegt,  in einem Radfuehrer die Flora und Fauna gepriesen, ja sogar der Blick auf Flamingos versprochen. Nach 35 km von Unserem Standort Adria entlang des Grossen Po ( Gegenwind, Verkehr)gelangen wir an den Po di Gnocca, einen weiteren Nebenarm des Po, der durch Bäume und Gestraeuch gesäumt  nicht einsehbar ist, von Flamingos natürlich nichts zu sehen, wir troesten uns, wir muessen  nur weiter bis an die Muendung in das Meer. Die Einheimischen lachen ausgelassen auf unsere Frage nach Flamingos,  Hier, im Podelta? Man muesste vielleicht einen kaufen und aufstellen…Dennoch von Entdeckungsfreude gezogen fahren wie weiter nach Santa Giulia,  das laut Karte direkt am Meer liegt. Dies totz der Erkenntnis, dass wir weder Ladegeraet noch Ersatzakku mitgenommen haben. Wir sehen mit landwirtschaftlichem Interesse, dass viele, viele der urspruenglichen Hoefe verlassen sind, eine Monokultur von Mais und Kartoffelanbau Kilometer um Kilometer charakterisieren das „jüngste Land Europas“, dass seit 1850 durch Trockenlegen der Malariasuempfe gewonnen wird und bis zu 6m unter dem Meeresspiegel liegt. Die Flutkatasprophe 1951 hat viel der aufgebauten Landwirtschaft zerstoert . Denkmaehler wuerdigen sowohl die Malariaopfer beim Trockenlegen der Suempfe als auch die vielen Ertrunkenen 1951, die nicht rechtzeitig gewarnt werden konnten. Bei Kilometerstand 55 haben wir S. Giulia erreicht, bis zum Meer sind es Aber noch 6 km , die Karte enthaelt folgenschwere Fehler. Wir entscheiden uns, in einem winzigen Ristorantino in Santa Giulia zu  essen und geniessen dort einen meeresfrischen Polipo und  Sepia, mit begleitender weißen Polenta, so himmlisch wie noch nie geschmeckt… Ich habe einen sichtbaren Po di Goro und die Flamingos aufgegeben, doch Sigi findet eine Route  über  zwei schwankende wunderschoene Barken-Brücke,  die uns endlich! auf den Deich des Po di Goro fuehrt.Hier werden wir mit herrlichen Aus und Einblicken auf den Po di Goro belohnt, besichtigen noch den kleinen Fischereihafen von Goro,  und fahren dann zurueck ins Hotel, mit unvergesslichen Erinnerungen und Eindruecken, etwas müde von der Sonne, von den 107 kilometern und voller Vorfreude auf ein Risotto ( Sorte Carnaroli) zum Abendessen, wie schoen!

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