Der 18. Tag

Nach dem Frühstück, Gang zum Triestiner Bahnhof. Kauf von zwei Fahrkarten für zwei Menschen und zwei Fahrräder. Preis: 33,50 Euro.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Eisenbahn in Italien, insbesondere die lokalen Bahnen, nicht nur preiswert und pünktlich, sondern auch problemlos mit Fahrrädern umgehen. Das einzige Problem ist, dass die Bahnhöfe für Fahrräder nicht vorbereitet sind. Der schlechte Ruf der italienischen Eisenbahn bezüglich des Reisens mit dem Fahrrad ist unbegründet. Die Unterführungen und der Weg zu den Zügen ( Gleise), das schleppen der Räder und des Gepäcks erfordert Fitness. Oft helfen einem Einheimische spontan. Am Zug muss herausgefunden werden, wo der Wagen für die Räder ist, ob vorne, oder hinten. Die Räder müssen dann reingezogen werden.

Was für Räder gilt, gilt auch für Schweres Gepäck, für Behinderte usw.

Wir führen also von Triest nach Rovigo, etwas südlich von Padua. Umsteigen in Mestre / Venedig. Der Lokomotivführer war schon an Bord und fing ein Gespräch über Räder, Die Küste, über den Rilke-Pfad, einen Weg , den es bei Duino gibt, über die zu Zucht von Muscheln, hier heißen sie „Cozze“ an.

Bojen werden am Meeresgrund verankert, und mit Stahlseilen miteinander verbunden, ca alle 10 Meter . Das Wasser ist mehr als 10  m tief. An den Seilen hängen wiederum, frei, quasi ein Vorhang, andere Seile. An diesen sitzen die Miesmuscheln und werden, wenn sie gross genug sind, geerntet. Viele Kilometer an der Küste sieht man die Installationen der Muschelzucht. Sie essen sie selbst oft und gerne und exportieren sie in die ganze Welt.

Der Lokomotivführer lud uns ein, zu ihm in seinen Lok.-Führerstand zu kommen und mitzufahren. Aus der Perspektive sind wir noch nie Zug gefahren, wunderbare Rundumsicht, kundiger Führer, der über abgehende Gleisbahnen, Baujahr der Tunnels, und und und Bescheid wusste. In Mestre, wir müssen umsteigen, ist der Abschied von ihm und dem Capotrena herzlich. Man schüttelt Hände, spricht über die Rente, und darüber, wer wie lange noch arbeiten muss.

Mestre nach Rovigo mit einem jungen Radfahrer zusammen. Er baut seine Fahrradsättel selbst. Ein Freak.

In Rovigo besteigen der Räder, fahrt ins Zentrum, schöne Stadt. FVA am Rathaus. Die Mitarbeiterin dort ruft im Albergo Minuetto (Menuett) an. Ein Zimmer ist frei. Wir radeln nach Adria, entlang der Autostrasse, die zum Glück nicht extrem befahren ist, bei Gegenwind. Adria, der Ort am Po Delta, beansprucht für sich Namensstifter für das entsprechende Meer zu sein. Auf jeden Fall ist es ein hübscher alter Ort, vieles restauriert, lebendig, viel Jugend zu sehen. Der Platz vor der Kirche gehört den Jungen, die Brücke über den Canale Bianco, gehört den Alten. Essen ist gut. Bis ca h 23.00 Uhr leben in den Strassen. BiSi

 

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